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Bioscan SWA – Was ist das und was ist davon zu halten?

Der technologische Fortschritt hat natürlich auch in der Medizin Einzug gehalten. Gerade hier lässt sich damit besonders viel Geld verdienen. Medizinische Diagnose-Geräte sind sozusagen immer der „Mercedes“, wenn es um technische Umsetzungen geht. Nicht jede Klinik oder Arztpraxis kann sich das leisten.

SWA ist das Kürzel für „Skalar-Wellen-Analyse“. Der Einsatz des Bioscan SWA bedeutet für den Patienten eine schnelle und absolut schmerzlose Diagnosemethode, die ihn in keiner Weise belastet. Der „Körperscan“ dauert nur 90 Sekunden und liefert 230 Daten über den Gesundheitszustand des Patienten, darunter zum Beispiel:

  • Auskunft über die Stoffwechseleffizienz
  • Vitamin- und Mineralstoffstatus, auch Spurenelemente
  • Gehalte an Fett- und Aminosäuren
  • Enzymstatus
  • Belastung des Organismus mit Toxinen wie Schwermetalle, Pestizide oder Fungizide

Ermöglicht wird dadurch zum Beispiel die Erklärung unspezifischer Symptome. Die Entnahme von Blut und dessen Laboranalyse oder langatmige Allergietests sind damit erst mal obsolet. Etwas ausführlicher sind die Parameter, über die der Bioscan SWA Auskunft gibt, hier beschrieben:

https://www.yamedo.de/diagnose/bioscan-swa.html

Das Messprinzip beim Bioscan SWA

Es baut auf dem sogenannten „kernspintomografischen Feld“ auf. Es geht dabei um jene kleinen elektromagnetischen Felder, die eigentlich immer durch Zell- und Organaktivitäten des lebenden Organismus generiert werden. Durch unterschiedliche Verteilungen von Elektrolyten im Bereich der Zellmembran bauen sich kleine Potenzialdifferenzen (also elektrische Spannungen) zwischen dem intrazellulären und dem extrazellulären Raum auf. Auf dieser Basis kommunizieren Zellen, das kennen wir vor allem von den Nerven- und Muskelzellen. Da es sich hierbei nicht nur um statische, sondern auch um bewegte Ladungen handelt, ergeben sich elektromagnetische Felder, die man natürlich messen kann. Solche Diagnoseverfahren sind nichts Neues, EKG und EEG sind typische Vertreter davon.

Über eine Hand-Elektrode werden beim Bioscan SWA zuvor festgelegte Frequenzen als Antworten bestimmter Organe beispielsweise auf Substanzen gemessen. Über Resonanzeffekte lassen sich solche Minischwingungen verstärken und schließlich darstellen. Die Messergebnisse werden dann mit Normwerten im Sinne von Referenzdaten verglichen. Sowohl das Gerät als auch die Normwerte wurden in der Klinik von Dr. med. Siegfried Rilling entwickelt.

Neben den Messwerten werden die Analyse-Ergebnisse in Form einer Ampel (grün, gelb, rot) dargestellt. Die Genauigkeit der Datenerhebung und deren Analyse soll nach Herstellerangabe bei 95 Prozent liegen.

Vorteile

In der Tat macht es Sinn, solche Scans bei einem Patienten ungefähr alle sechs Wochen zu wiederholen, um auf diese Weise Behandlungsfortschritte sichtbar zu machen. Zu sehen ist dabei zum Beispiel auch, ob der Patient die verordneten Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente gut vertragen hat. Die Messergebnisse helfen darüber hinaus dabei, dass die Behandlung in etwa nach vier bis sechs Wochen immer wieder am aktuellen Gesundheitsstatus nachjustiert werden kann.

Nachteile gemäß den eigenen Erfahrungen in meiner Praxis

Die Naturwissenschaften leben geradezu von der Reproduzierbarkeit von Messwerten. Erst dadurch erscheinen sie seriös. Wiederholt man die Messungen mit dem Bioscan SWA an demselben Patienten gleich nacheinander, erhält man zum Teil sich widersprechende Ergebnisse. Das ist nicht gut.

Im Internet fiel mir der Bericht eines Anwenders auf, der nach dem Scan einer Patientin von seinem Gerät eine Prostataverkalkung diagnostiziert bekam. Man sollte also zuvor schon das Geschlecht des Patienten eingeben, das macht vieles einfacher. Insofern habe ich, bei aller durchaus berechtigten Kritik, meinen Bioscan SWA behalten, und zwar aus folgenden Gründen:

Der Test an mir gut bekannten Patienten hat gezeigt, dass in der Tendenz die Pathologien meistens einigermaßen richtig angezeigt wurden. Doch einige der Bioscan-Messwerte sind ziemlich von der Tagesform des Patienten abhängig, was eher unbefriedigend ist.

Mein Fazit:

Der Bioscan SWA ist ein probates Hilfsmittel, um schnell eine grobe Übersicht über die gesundheitliche Situation des Patienten zu erhalten, doch sollte diese Diagnose nicht isoliert als die große Erkenntnis angesehen werden. Ich setze das Gerät vornehmlich dann ein, wenn in einem komplexen Fall gleich mehrere Erkrankungen und Beschwerden vorliegen. Darin liegt tatsächlich eine gewisse Stärke beim Bodyscan, denn allein die Feststellung des kompletten Vitamin-Status durch ein Labor kann gleich einige hundert Euro kosten und eine Stuhldiagnostik liegt bereits bei mindestens 80 Euro.

Der Bioscan SWA wird heute in vielen Reformhäusern oder anderen Einrichtungen zur Schnell-Diagnose eingesetzt und dort auch beworben. Doch die Interpretation der Ergebnisse durch so manchen selbst ernannten Berater ist zuweilen mehr als haarsträubend, was ich aber nicht dem Gerät anlaste.

Tipps für Anwender:

  • Quellen elektromagnetischer Felder wie Router, Handys oder Radios haben im näheren Umfeld der Messungen nichts zu suchen, da diese einstreuen und zu drastischen Verfälschungen der Messwerte führen können.
  • Wenn der Patient die Möglichkeit hat, während der Messungen die Kurvenverläufe auf dem Monitor mit zu verfolgen, kann er diese mental beeinflussen, was nicht im Sinne einer neutralen Messung ist.
  • Sorgen Sie dafür, dass auf dem Rechner lediglich ein Betriebssystem und die Bioscan SWA Software geladen sind. Betreiben Sie diesen Rechner isoliert, verbinden Sie ihn nicht mit dem Internet.

 

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